Autorin zum Kennenlernen

Walter Bühler

Karin Jörger Egger

Sponsoren

Druckwerkstatt

WorkSoft

Herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung!

Werbung

Hier könnten Sie werben und Kunden gewinnen

Bibliographie

Hans Schmid

hans schmid

Geboren: 26. Februar 1870, Oberbussnang (Thurgau, Schweiz)
Gestorben: Anfang 1933, Frauenfeld (Thurgau, Schweiz)

Geboren wurde Hans Schmid in Oberbussnang im mittleren Thurgau am 26 Februar 1870. Dort besuchte er die Primarschule, in Weinfelden die Sekundarschule, um sich darauf am Seminar in Kreuzlingen zum Lehrer ausbilden zu lassen.

Schon früh hatte er den Drang, über den Kirchturm hinauszusehen, und schon früh lockte ihn die südliche Sonne. So nahm er, nachdem er die Lehrerprüfung mit dem Maximum bestanden hatte, eine Stelle an als Lehrer in Chiasso und bald danach an der Schweizerschule in Genua; dort legte er den Grund seiner nie versiegenden Zuneigung zum Süden, die dann zur leidenschaftlichen Liebe zum Tessin wurde. Bald gab er den Lehrereberuf auf, um sich dem Journalismus zuzuwenden, der ihm bei seinem Temperament, seinem lebhaften Geist und seiner gewandten Feder besser zusagte als das Leben in einer Schulstube. Erst wandte er sich nach Lausanne, dann war er zwei Jahre in Bern als freier Mitarbeiter verschiedener Zeitungen tätig. Her besuchte er auch die staatsrechtlichen Vorlesungen Hiltis an der Universität und wurde so eingeführt in die Politik. Dann war er zwei Jahre auf der Redaktion des St. Galler Tagblatt tätig, und von dort wurde er auf den 1. Februar 1899 an die Thurgauer Zeitung berufen. Mehr als 33 Jahre lang hat er den Blatte gedient, und seine überragende journalistische Begabung gab der Thurgauer Zeitung während mehr als dreissig Jahren eine ganz besondere Färbung. Nach den tot von Ständerat Huber in Jahre 1928 war er Chefredaktor des der Thurgauer Zeitung. Zum angeborenen Temperament, zur Freude an allem Schönen, Wahren und Echten und zu seinem Kampfesmut gesellte sich ein überaus gewandter Stil.


Hans Schmid besass in höchstem Masse die Haupttugenden des Journalisten: nie langweilig zu sein. Mit seinem Spürsinn für die Bedürfnisse der Tageszeitung fand er die Gebiete heraus, über die er interrasant zu schreiben vermochte - und es waren viele Gebiete. Hans Schmid ist vom Journalismus zur Reiseschriftstellerei gekommen. Seine ersten Reisebriefe erschienen als Feuilleton in der Thurgauer Zeitung, dem Blatt, dem er den grössten Teil seines Lebens gewidmet hat. Hans Schmid war als Journalist in erster Linie eine politische Kämpfernatur. Er kämpfte gerne, weil er sich seiner Kraft bewusst war, und er verachtete das Parlamentieren, weil er darin ein Zeichen der Schwäche und eine Erleichterung der Unehrlichkeit sah. Seine Meinung in politischen Fragen war einfach und gerade, mit einer Sicherheit, die immer wieder überraschte, fand er ohne lange Diskussionen den richtigen Weg. Mit Schärfe kämpfte er gegen alles was er als unehrlich und unecht erkannt hatte. Diese Schärfe hat ihm manchen feind gemacht, selbst unter den politischen Freunden seiner eigenen Partei. Niemand aber konnte ihm nachsagen, dass er unehrlich oder feige sei, und mancher frühere Gegner ist später zu einem aufrichtigen Freund der starke und unerschrockenen Persönlichkeit geworden.

Hans Schmid war ein leidenschaftlicher Alleingänger, und wie er seine geistige Unabhängigkeit bewahrte, so war er auch kein grosser Freund von Geselligkeit; er suchte die Gemeinschaft nur, wenn sie Zweck zu Tat und Arbeit war. Rein geselligen Vereinen blieb er fern; wo er mitmachte, da war es um der Arbeit willen.

Über dreissig Jahre lang hat Hans Schmid zuvorderst gestanden im politischen Kampf. Sein Einfluss in Politik von Gemeinde, Kanton aber auch der Eidgenossenschaft war gross. Aber ein Politiker in Amt und Würden war er nie. Äussere Umstände und mangelnde Neigung liessen ihn keine Ämter suchen. Erst in den letzten Jahren war er Mitglied des Vorstandes der Freisinnigen Partei des Kanton Thurgau. Blieb ihm eine eigentliche politische Karriere versagt, so brachte es die Arbeitsteilung im Beruf und seine persönliche Neigung mit sich, dass er sich ganz besonders den Verkehrsfragen widmete. Aufgewachsen in einer Zeit der grossen Entwicklung der Eisenbahnen, hat er sich mit Eifer der Politik der Bahnen und der Schifffahrt gewidmet. Als Präsident der Thurgauischen Verkehrsvereinigung war er auch Delegierter in der ostschweizerischen Verkehrsvereinigung. So war Hans Schmid gleichzeitig Reiseschriftsteller, der von beschaulichen Wanderungen schrieb, wie auch Journalist und Politiker der sich um die Belange der Bahnen und der Schifffahrt kümmerte.

Im Sommer 1931 ergriff ihn eine heimtückische Krankheit, gegen die er sich mit Ausdauer und Energie wehrte. Mit Mühe und unter sichtbaren Qualen ging er bis in die letzten Tage seines Lebens pünktlich und gewissenhaft seiner Arbeit nach.
Nur acht Tage, Anfangs 1933, nachdem er sein Redaktionspult verlassen hatte, das mehr als 33 Jahre seine Arbeitsstätte gewesen war, ereilte ihn der Tod.

Auszug aus dem Nachwort von Rudolf Huber

 

Literarische Ausrichtung

Reiseschriftstellerei

 

Leseproben

-

Veröffentlichungen

(Auswahl):

Urschweiz. Streifereine um dem Vierwaldstättersee

Gotthard. Bahn und Pass

Spaziergänge im Tessin

Tessiner Sonnentage. Neue Spaziergänge

Bündnerfahrten. Mir Zeichnungen von C. Conradin

Wallis. Ein Wanderbuch

 

Preise

-

zurück zur Autoren-Bibliographie

 © Seerücken-Literatur 2006 / design worksoft